Allgemeines zum Einsatz der Elternbriefe in Schule und Gemeinde

Datum: 8. Januar 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Institut für Demoskopie Allensbach veröffentlichte die Studie mit dem Titel „Chatroom Familie“. Darin wurden Eltern mit Kindern zwischen 14 und 17 Jahren befragt, ob sie sich mit ihren Kindern über Glaube und Reli­gion unterhalten. Neun Prozent antworteten mit „ja, häufiger“, 37 Prozent mit „ab und zu“, und 52 Prozent mit „nie“1.

Auch wenn die Umfrage einige Jahre zurückliegt, dürfte ihr Er­gebnis noch immer repräsentativ sein. Der Bogen der Gründe für das zuletzt genannte elterliche Verhalten ist weit gespannt.

Für viele Eltern spielt Religion keine Rolle. Andere haben Scheu, ihre Kinder in Glaubensfragen zu beeinflussen, gar zu bedrängen. Nicht wenige Eltern fühlen sich überfordert, über Religion und Glauben zu sprechen, besonders dann, wenn sie keine Beziehung zur Kirche ha­ben.

Unabhängig davon sind Eltern oft unsicher in ihrer Einstellung gegen­über dem Religionsunterricht. Sie erleben häufig, dass ihre Kinder in den unteren Klassen den Religionsunterricht sehr gerne besuchen, je­doch in höheren Klassen Vorbehalte haben2.

Unsere Elternbriefe sollen einem dreifachen Zweck dienen: Sie greifen Probleme auf, die Eltern im Blick auf den Religionsunter­richt haben können, und bieten hierzu Lösungsmöglichkeiten an. Sie geben Hinweise auf die Stellung des Faches in der Schule, auf seine Zielsetzungen und wesentlichen Inhalte. Darüber hinaus erörtern sie aber auch konkrete Fragen religiöser Erziehung Heranwachsender in der Familie.

Unsere Elternbriefe haben einerseits einen Bezug auf das Projekt „Vertrauen von Anfang an. Elternbriefe zur religiösen Erzie­hung“, das von der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familien­fragen in Bayern (Verfasser Prof.Dr.Frieder Harz) herausgegeben wur­de3 und viele wichtige Hinweise zur religiösen Erziehung in der Kind­heit enthält. Unsere Briefe führen andererseits die Elternbriefe für die 1.-4. Jahrgangsstufe der Grundschule „Religion im Gespräch“ weiter4.

Die Elternbriefe haben ein breites Verwendungsfeld. Sie können eingesetzt werden 

als Impulse für Religionslehrkräfte,

● zur Information für Lehrkräfte anderer Fächer,

zur Weitergabe an Eltern und Erziehungsberechtigte,

als Material zur Gestaltung von Elternabenden,

zur Auslage auf Schriftentischen in Kirchengemeinden.

Wir laden dazu ein, die Elternbriefe als Set oder einzeln, als Gan­ze oder in Teilen nach Belieben zu vervielfältigen und zu verwen­den. Aus diesem Grund bauen die Briefe nicht aufeinander auf. Viel­mehr ist jeder eigenständig gestaltet und enthält teilweise bewusst in­haltliche Überschneidungen mit anderen Briefen.

Sie können den Text jedes Briefes je nach Ihren Bedürfnissen bearbei­ten. In diesem Fall bitten wir Sie aber darauf hinzuweisen, dass Ihrem Brief ein Text des Evangelischen Initiativkreises Bildung und Erzie­hung Bayern zu Grunde liegt, der in dessen Homepage (s.u.) einzuse­hen ist.

Wir freuen uns über Verbesserungsvorschläge. Bitte senden Sie sie per E-Mail an Dr.Anselm. Sie finden seine Adresse über die unten angegebene Homepage des E.I.B.E. Sie steht auch für eventuel­le Rückfragen zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei allen evangelischen und katholischen Kollegin­nen und Kollegen sowie bei den Eltern, die uns bei unserem Projekt unterstützt haben.

Ihr

Elternbriefteam im Evangelischen Initiativkreis für Bildung und Erziehung Bayern (E.I.B.E):

Dr.Helmut Anselm, Pfarrer, Studiendirektor i.R. , Vater von drei Kindern
Dietlinde Kunad, Erste Vors. des Dtsch. Evang.Frauenbundes, Mutter von sechs Kindern
Helga Lormes, Studiendirektorin, Mutter von zwei Kindern

Kontakt: www.eibe-initiativkreis-bayern.de

„Jakobs Krönung-Studie“ Chatroom Familie: Die Brücke zwischen den Generationen, vorgestellt 26.2.2013, S.23.

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